Min Li Marti

Nationalrätin SP, Kanton Zürich

Eingereicht am: 12.12.2018

20.12.2018 - 18.4217
Stufe: Nationale Vorstösse
Stand der Beratung: Angenommen

Der Bundesrat wird beauftragt, die Einführung eines Innovation-Fellowship-Programms zu prüfen. Mit diesem Fellowship-Programm sollen talentierte Spezialistinnen und Spezialisten aus den Bereichen IT, Design oder Innovation aus innovationskräftigen Unternehmen oder mit anderweitig einschlägigen unternehmerischen Erfahrungen mit starkem Innovationsbezug für eine begrenzte Zeit in der Bundesverwaltung beschäftigt werden.

Begründung:

Die Bundesverwaltung pflegt bereits heute einen fruchtbaren Austausch mit der Privatwirtschaft. Das Innovation-Fellowship-Programm könnte dazu beitragen, den Know-how- und Ideen-Transfer zwischen öffentlicher Verwaltung und Privatwirtschaft im Bereich der Nutzung und Entwicklung innovativer Methoden zu stärken und neue, innovative Ideen für eine effiziente und bürgernahe Verwaltung zu entwickeln. Das Programm könnte vorsehen, dass während eines Jahrs mindestens zwei Fellows in einer Querschnittfunktion der Verwaltung eingebunden werden. Dort tragen sie zur strategischen Entwicklung und zur konkreten Umsetzung von (Pilot-)Projekten bei. Mit dem Konzept vergleichbarer Fellowships wurden international in öffentlichen Verwaltungen bereits sehr gute Erfahrungen gemacht, beispielsweise in den Vereinigten Staaten auf nationaler Ebene mit den Presidential Innovation Fellows des Weissen Hauses, aber auch in New York und San Francisco. Die Stadt Zürich plant im Rahmen ihrer Smart-City-Strategie ebenfalls ein ähnliches Programm. Mit diesem Programm könnte auch die Bundesverwaltung ihre Innovationskraft verstärken und digitale Dienstleistungen für die Bevölkerung mit direktem Einbezug von talentierten Spezialistinnen und Spezialisten weiter vorantreiben.