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FSFE Medienmitteilung vom 7. November 2022

 

Mastodon statt Twitter – GNU/Linux.ch startet zusammen mit der FSFE-Schweiz eine Kampagne, um öffentliche Institutionen zu souveräner Kommunikation zu bewegen.

 

Soziale Netzwerke werden auch für öffentliche Einrichtungen und Institutionen immer wichtiger. Sie ermöglichen eine direkte Kommunikation mit Bürger:innen und erlauben eine zeitnahe Publikation von für die Bevölkerung relevanten Informationen.

 

Dabei kommen zumeist bekannte kommerzielle Plattformen wie Twitter, Facebook, YouTube oder auch TikTok zum Einsatz. Menschen, die das Internet selbstbestimmt und datenschutzfreundlich nutzen möchten, sind davon ausgeschlossen. Durch eine prominente Verlinkung und die Nutzung der kommerziellen Dienste wird darüber hinaus indirekt Werbung für die Grosskonzerne gemacht, was weitere Bürger:innen dazu bewegen könnte, entsprechende Dienste zu nutzen.

Doch Alternativen wie das Fediverse bestehen bereits heute und erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit, zum Beispiel bei vielen Bundesbehörden in Deutschland. Dabei handelt es sich um einen Verbund unterschiedlicher Anwendungen wie Mastodon, welche über ein gemeinsames Protokoll miteinander kommunizieren. Nutzer:innen haben die Möglichkeit, eine eigene Instanz zu betreiben, oder sich bereits bestehender Instanzen anzuschliessen.

Dadurch ergibt sich eine unabhängige und selbstbestimmte Nutzung und Gestaltung digitaler Technologien und bildet den Grundstein für unsere Demokratie in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft. Bürger:innen sind nicht gezwungen, ihre Daten an Grosskonzerne weiterzugeben, um mit öffentlichen Institutionen kommunizieren zu können.

Mit der Kampagne FediGov, möchten die FSFE Schweiz und GNU/Linux.ch auf die Thematik aufmerksam machen, und bietet sowohl Bürger:innen als auch Behörden direkte Handlungsmöglichkeiten. Interessiere können anhand einer Vorlage einen Brief an Behörden schicken, um diese zu motivieren, auch im Fediverse vertreten zu sein. Öffentliche Institutionen wird Hilfestellung zum Umgang mit dezentralen Sozialen Netzwerken auf Basis von Freier Software gegeben.

 

Über die FSFE

Die FSFE hilft Menschen und Organisationen dabei, zu verstehen, wie Freie Software zu Freiheit, Transparenz und Selbstbestimmung beiträgt. Indem sie Nutzerrechte stärkt, Hürden für den Einsatz von Freier Software beseitigt, Menschen zum Einsatz und zur Entwicklung Freier Software ermutigt und Ressourcen für alle bereitstellt, die Freie Software in Europa voranbringen wollen. In der Schweiz sind lokale Gruppen der FSFE in Zürich und Basel aktiv.

 

Kontakt:

Ralf Hersel

Free Software Foundation Europe – Local Group Zurich

Link zur Kampagne : https://fedigov.ch

Medienmitteilung der FSFE vom 7. November 2022

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