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Themen: Kt. Zürich, Open Source, Vorstoss


OSS in der Verwaltung kommt im Kanton Zürich einen Schritt weiter

Simon Schlauri (Kantonsrat, glp Zürich) berichtet, dass der von ihm eingereichte Vorstoss «Synergien beim Software-Einsatz im Kanton Zürich nutzen» überwiesen und vom Regierungsrat angenommen wurde.

Schlauri’s Postulat verlangt, dass der Regierungsrat folgende Massnahmen ergreift:

    1. Das Amt für Informatik des Kantons Zürich, AFI, soll im Informatikbereich vermehrt mit anderen Behörden im Rahmen von Open-Source-Projekten zusammenarbeiten.

    2. Eigene Entwicklungen, an denen der Kanton Zürich das Urheberrecht besitzt, sollen wo sinnvoll, als Open-Source-Software freigegeben werden, damit andere Behörden die Software einsetzen und die Weiterentwicklungskosten geteilt werden können.

    3. Bei jedem neuen Informatikprojekt haben die Verantwortlichen aufzuzeigen, welche Open-Source-Alternativen bei der Beschaffung geprüft wurden. Wenn keine solche Alternative eingeplant ist, muss dies begründet werden.

    4. Bei jeder neuen oder zu überarbeitenden Fachanwendung ist entweder eine Freigabe unter einer Open-Source-Lizenz vorzusehen oder es ist aufzuzeigen, warum diese nicht als Open-Source freigegeben wird.

    5. Bei sogenannten «Closed Communities» (Software-Weiterentwicklung wird intern zwischen Verwaltungen mittels Verträgen organisiert) sollen die zuständigen Behörden aufzeigen, ob sich der juristische und administrative Aufwand gegenüber einer Freigabe unter einer Open-Source-Lizenz tatsächlich lohnt.

Wie der Vorstoss ausführt, gibt der Kanton Zürich gibt jährlich etwa 170 Mio für die Informatikversorgung aus. OSS biete der Verwaltung die Möglichkeit, nicht nur kostengünstige Software zu verwenden, sondern auch Fachanwendungen gemeinsam mit anderen öffentlichen Stellen zu entwickeln. Dies könne zu erheblichen Kosteneinsparungen führen und fördere gleichzeitig den lokalen Wettbewerb in der IT-Branche.

Die Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit freut sich, dass der sinnvolle Einsatz von OSS auch auf kantonaler Ebene vorangetrieben wird.

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