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Themen: Bundesverwaltung, Digitale Nachhaltigkeit, Open Source, Schweizer Informatik Gesellschaft


Der neue Open Source Strategieleitfaden des Bundes soll den Einsatz von Open Source Software in der Bundesverwaltung unterstützen. Unter anderem will der Bund die Beschaffung von Open Source Lösungen erleichtern und den Wissens- und Erfahrungsaustausch innerhalb der Bundesverwaltung fördern. Die Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit begrüsst den neuen strategischen Leitfaden und erwartet nun gespannt dessen konkrete Umsetzung.

Das Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB) hat per 1. Februar 2019 den strategischen Leitfaden «Open Source Software in der Bundesverwaltung» in Kraft gesetzt. Er zeigt auf, wie Open Source Software künftig beim Bund gefördert werden soll und löst damit die «Open Source Teil-Strategie vom 15. März 2005» ab. Mit fünf langfristigen Zielsetzungen will die Bundesverwaltung das Potential von Open Source Software erschliessen und Herausforderungen bewältigen:

Erstens soll durch den vermehrten Einsatz von Open Source Software die Innovation und Effizienz der Bundesinformatik erhöht und damit die Digitalisierung der Bundesverwaltung unterstützt werden. Zweitens soll die Anwendung von Open Source Prinzipien die Kultur der Zusammenarbeit innerhalb der öffentlichen Verwaltung fördern und damit die digitale Souveränität stärken und Abhängigkeiten von Software-Herstellern reduzieren. Drittens will der Bund Klarheit beim Umgang mit Open Source Software schaffen und dabei insbesondere juristische Unsicherheiten bezüglich Open Source Lizenzen lösen. Viertens soll eine Übersicht der verwendeten Open Source Lösungen die Nutzung von Synergien ermöglichen. Fünftens will der Bund durch den Einsatz von Open Source Technologien seine Arbeitgeberattraktivität erhöhen und gleichzeitig Informatikfachleute mit Erfahrung in Open Source Software rekrutieren.

Durch sieben konkrete Massnahmen sollen die erwähnten Ziele erreicht werden. Unter anderem soll das Merkblatt des Bundesamtest für Bauten und Logistik (BBL) bezüglich Beschaffung von Open Source Software aktualisiert, der Austausch innerhalb der Bundesverwaltung mittels einer Community of Interest gefördert und ein Praxisleitfaden mit detaillierten Empfehlungen bezüglich Open Source Software erarbeitet werden. Ausserdem soll durch eine koordinierte Beschaffung von Dienstleistungen für Open Source Software deren Einsatz professionalisiert werden. Bezüglich Mitwirkung der Bundesverwaltung an Open Source Projekten und betreffend der Freigabe von Source Code unter einer Open Source Lizenz ist ein Entscheid des Bundesrates noch ausstehend. Dies, obwohl einige Bundesstellen wie die swisstopo und die Arbeitslosenversicherung bereits umfassende Open Source Projekte auf GitHub veröffentlicht haben und dort laufend weiterentwickeln.

Die Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit ist erfreut über den neuen Leitfaden und begrüsst die Ziele und geplanten Massnahmen.

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